Was erwartet Ihr Leser von Ihrem Beitrag?

Begeisterter Leser

Ihre Publikationen sind zum Lesen bestimmt. Sie müssen also verständlich sein. Hier finden Sie Anregungen, die Ihnen helfen werden, den Erwartungen Ihrer Leser entgegenzukommen.

Wie können Sie Ihren Leser positiv beeinflussen?

Ihr Leser ist jemand wie Sie: Ein sehr beschäftigter Mensch, der wenig Zeit und viel zu lesen hat. Er will gleich erkennen können, was Sie ihm anbieten. Streichen Sie alles durch, was nicht zum Verständnis Ihres Themas beiträgt.

Interessierte Leserin

© DragonImages

Ihr Leser will interessiert werden: Schreiben Sie deutlich, was Sie ihm anbieten wollen. Heben Sie das Besondere an Ihrer Arbeit hervor.

Ihr Leser liest zunächst den Titel: Finden Sie einen Titel, der sofort seine Aufmerksamkeit fängt.

Ihr Leser ist vielleicht unkonzentriert. Helfen Sie ihm durch Zusammenfassungen am Ende eines jeden Teils. Heben Sie hervor, was er sich unbedingt merken soll.

Ihr Leser schätzt eine verständliche Sprache. Er hat keine Lust, erraten zu müssen, was hinter manchen kryptischen Sätzen steht. Unterlassen Sie komplizierte Ausdrücke, wenn es einfacher geht. Vermeiden Sie Fremdwörter, wenn das entsprechende Wort auf Deutsch existiert.

Ihr Leser ist nicht so gut informiert wie Sie. Sie sind der Experte. Ihr Leser will etwas von Ihnen lernen! Seien Sie nicht schüchtern, sondern sagen Sie, was Sie zu sagen haben!

Ihr Leser teilt nicht unbedingt Ihre Sicht der Dinge. Um ihn zu überzeugen, brauchen Sie eine solide Argumentation und eine kohärente Beweisführung.

Ihr Leser will Ihre Position kennen: Ziehen Sie am Ende einer Argumentationskette Schlussfolgerungen .

Ihr Leser geht von seinen eigenen Vorstellungen aus. Vermeiden Sie unausgesprochene Aussagen nach dem Motto: Der Leser weiß schon, was ich meine. Das kann zu Missverständnissen führen.

Ihr Leser schätzt Ehrlichkeit. Haben Sie keine Scheu zu bekennen, dass Ihre Arbeit unvollständig  ist – und zeigen Sie dabei, dass die Lücken Möglichkeiten für weitere Forschungen bieten.

Suchen Sie sich gute Vorbilder

Im ZugManche Doktoranden lassen sich von kompliziert und konfus geschriebenen Texten beeindrucken oder gar beeinflussen. Sie denken, unverständlich zu schreiben heiße, intelligent zu sein. Sie glauben, es genüge, kompliziert zu schreiben, um tiefsinnig zu wirken
Einfaches verkomplizeren kann jeder. Intelligenz besteht aber darin, komplexe Sachverhalte in einer klaren und verständlichen Sprache darzustellen. Zeigen Sie, dass Sie wissen, worüber Sie reden.

Suchen Sie sich gute Vorbilder: Lassen Sie sich von Verfahren und Sprache der Autoren anregen, die Sie ansprechend finden. Ahmen Sie keine Autoren nach, die Ihnen unangenehm sind. Sie sind vielleicht nicht der einzige Mensch, dem ihr Stil zuwider ist.

Tipp: Schreiben Sie einen Text, wie Sie ihn selbst gern zu Ihrem Thema lesen würden.

 

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