12 Tipps gegen Schreibblockaden

Verzweifelte Doktorandin rauft sich die Haare vor dem Computer

Alle, die schreiben, werden manchmal Krisen durchlaufen. So kennen Sie vielleicht die berühmte „Angst vor dem leeren Blatt“ – oder vor dem leeren Bildschirm. Gedanken schwirren im Kopf herum, Emotionen mischen sich hinein, wie etwa die Angst zu scheitern, der Ehrgeiz, DIE Lösung zu finden, auf die alle warten oder der Wille, alles zu wissen: Diese Emotionen können Ihren Schreibfluß hemmen. Eigentlich wissen Sie, was Sie schreiben wollent, aber kaum haben Sie einen Satz geschrieben, zerreißen Sie das Blatt – oder Sie löschen die Zeile und beginnen wieder von vorne.

Die sechs häufigsten Ursachen von Schreibblockaden bei Promovierenden

 

SchreibblockadeSich über die Ursache einer Schreibblockade klar zu werden, ist oft schon der erste Schritt, sie aufzulösen: Probleme, die Sie bewusst wahrnehmen, verlieren ihren Schrecken. Sie können sie dann neu bewerten, abschütteln – oder einfach beschließen, mit ihnen zu leben. Welches sind also die häufigsten Ursachen von Schreibblockaden?

  • Die Leser: Sie sehen sie nicht; sie bilden eine anonyme Masse, die beängstigend sein kann.
  • Gefühle, die das Thema verursacht: z.B. Leidenschaft, Langeweile oder Wut.: Klare Gedanken werden von ihnen gehemmt.
  • Perfektionismus: Z.B. ist Ihr Satz nie gut genug, Sie formulieren ihn neu um – wieder und wieder…und kommen doch nicht weiter mit Ihrem Text.
  • Größenfantasie: Manche sagen sich etwas wie Ich werde durch meine Diss berühmt werden, meine Diss wird ein Vorbild sein. Die Ziele sind so hoch gestellt, dass jeder Versuch, sich daran zu nähern, blass erscheint – und die Angst zu scheitern proportional gross ist.
  • Die Umgebung: z.B. ein unangenehmer Arbeitsplatz, Konflikte, Probleme.
  • Ihr innerer Kritiker: Diese kleine Stimme, die alles, was Sie schreiben, negativ kritisiert, nach dem Motto: Das ist doof, alle werden dich auslachen, die Anderen sind besser als du…

Wie kommen Sie in den Schreibfluss?

Schreiben Sie den Erstentwurf Ihres Textes an einen Freund in Form eines Briefes: Sich an eine konkrete Person zu wenden, blendet alle anderen Leser aus.

Erzählen Sie jemandem (oder Ihrer Katze), worüber Sie schreiben wollen. Wenn das Schreiben schwer fällt, geht das Sprechen oft leichter.

Sammeln Sie Gedanken zum Thema: Ob Schnellschreiben, Brainstorming oder per Mindmap: Schreiben Sie 10 Minuten lang alles, was Ihnen einfällt, ohne darüber nachzudenken, ohne gleich den Text zu überarbeiten. Sie werden dadurch einen klareren Kopf bekommen.

Schreiben Sie sich frei: Besonders wenn Sie einen Konflikt oder sonstiges Problem haben, das sich nicht gleich lösen lässt, kann das Schreiben darüber befreiend wirken.

Freier Gdeankenfluss im FreienBeginnen Sie mit dem leichtesten Teil Ihres Textes.
Vergegenwärtigen Sie sich, dass Sie immer noch die Möglichkeit haben werden, Ihren Text zu überarbeiten: Ein guter Text resultiert aus mehreren Überarbeitungsphasen.

Vergegenwärtigen Sie sich, dass niemand einen perfekten Text von Ihnen erwartet. Wenn er gut ist, ist das schon sehr viel wert!

Vergegenwärtigen Sie sich, dass die Dissertation nicht die Krönung Ihrer Karriere ist; sie ist ein weiterer Schritt in Ihrem Leben, ein Tor zu neuen Möglichkeitein. Sie werden als Frau Doktor oder als Herr Doktor noch viele Gelegenheiten haben, weiter zu forschen und weiter zu schreiben.

Wechseln Sie den Ort: Die Gedanken fliessen eher, wenn der Kopf entspannt ist. Computer, Arbeitstisch, Büro können anspannend wirken. Vielleicht wird der Gedankenfluss auf dem Balkon, in der Küche oder in der Bahn freier.

Wechseln Sie das Werkzeug: Wenn es mit dem Computer nicht geht, probieren Sie es mit Stift und Papier.

Legen Sie eine beschränkte Zeit zum Schreiben (z. B. eine halbe Stunde, während der Sie nichts anderes tun – kein Nachrichtenlesen, kein Surfen, kein Kaffeetrinken). Es ist verblüffend, wie viel man in 20 Minuten schreiben kann, wenn man sich auf die Aufgabe konzentriert und sich von nichts ablenken lässt.

Wenn sich Ihr innerer Kritiker meldet, schreiben Sie schneller: Je schneller Sie schreiben, umso weniger Chancen hat er, sich auszudrücken!

Fazit

Auch wenn Schreibblockaden an der Uni eher tabu sind: Machen Sie sich klar, dass jeder, der schreib, diese gut kennt.

Die Ursachen einer Blockade zu erkennen hilft, die passende Lösung zu finden. Denn es gibt immer eine Lösung.

 

 

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