Über mich

Martha Boeglin

Willkommen auf meiner Seite!

Ich bin Martha Boeglin, Gründerin von Scriptoria. Ich bin Französin, wobei mein Vater Franzose ist, une meine Mutter, Serbin.

Ich wohne in Deutschland seit 1989 -früher in Berlin, seit einigen Jahren im Schwarzwald.  

Aufgewachsen bin ich in Südamerika (Kuba, Peru und Paraguay).  Mit 17 habe ich Europa entdeckt - und die Universität.

Nach einem Philosophie-Studium in Strassburg und Berlin, habe ich meine Dissertation 1998 in Strassburg eingereicht. Das Thema : La violence de l’art moderne ou : Adorno, une esthétique de la non-violence (Die Gewalt der modernen Kunst oder Adorno: eine Ästhetik der Gewaltlosigkeit).

Der erste Schreib-Teil meiner Dissertation war ein langes Leiden : Den ersten Satz habe ich immer wieder neu geschrieben. Ich wusste nicht, was ich sagen wollte, wo das Ganze hinführen sollte.

Dabei war mein Thema klar, ich konnte stundenlang darüber sprechen. Zumal habe ich immer gern geschrieben. Aber bei der Diss, war ich einfach blockiert.

Meine Rettung war eine Schreibwerkstatt an der Sprachbörse der TU Berlin. Dort habe ich Wertvolles für Promovierende entdeckt :

  • Schreibblockaden sind normal : Sie gehören zum Schreibprozess
  • Schreibblockaden sind an der Uni tabu: Dort verhält man sich, als wäre das Schreiben das Einfachste auf der Welt – dabei leiden selbst die erfahrensten Autoren an der sogenannten Angst vor dem weissen Blatt – oder dem leeren Bildschirm
  • Es gibt Schreibtechniken, um Schreibblockaden zu überwinden
  • Je besser man sich im Vorfeld organisiert, umso weniger Blockaden wird man haben
  • Ein guter Text ergibt sich aus verschiedenen Überarbeitungsphasen; er entsteht nicht gleich perfekt.

​Beim Besuch dieser Schreibwerkstatt an der TU Berlin habe ich eine effiziente Strategie erlernt, dank der ich meine Dissertation binnen 3 Monaten habe schreiben können – und zwar auf einer Euphorie-Welle.

Welch eine Überraschung war es, zu entdecken und erleben, dass es Schreibtechniken, Schreibstrategien gibt… und dass sie nicht an der Universität vermittelt werden !

​So viele Promovierende leiden unter Schreibblockaden und werden depressiv, fangen Psychotherapien anfing, wenn sie nicht sogar Psychopharmaka einnehmen.

Dazu kommen noch diejenigen, die, vielleicht nicht so zahlreich und nicht weniger intelligent, ihre Dissertation irgendwann aufgaben, obwohl Ihre Forschungsarbeit hohe Qualität hatte. Wie kann man eine solche Verschwendung tolerieren ?

Anfangs bot ich Schreibwerkstätten in meiner Berliner Wohnung an. Bald fingen an manche Teilnehmerinnen, mich von ihren Fakultäten und Graduate Schools einladen zu lassen. Dabei wurde mir bewusst, dass der Bedarf nach praktischen Schreibkursen an der Uni, insbesondere für die Promovierende, enorm ist.

So gründete 2002 die Schreibwerkstatt für Promovierende Scriptoria. Denn mein Motto lautet : Eine Dissertation zu schreiben verlangt eine effektive Selbstorganisation und das Kennen zielgerichteter Arbeitsmethoden;  meine Erfahrung zeigt, dass das Gros der Probleme beim Schreiben technischer Art ist.

Meine Schreibkurse haben zum Ziel, ​jedem das Leiden ersparen, wodurch ich durchgegangen bin, als ich meine Dissertation schreiben wollte. Es geht auch anders!

Um meine Erfahrung mit einem breiteren Publikum zu teilen fange ich an, online Kurse anzubieten und dieses Blog zu schreiben . In der Hoffnung, Sie werden darin nützliches Material finden, wünsche ich Ihnen ein frohes Lesen!

​Besuchen Sie mein Blog!

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